Vom Berg ins Tal

Den Yosemite Nationalpark haben wir pünktlich zum Beginn des Wochenendes verlassen, wo selbst jetzt in der kälteren Jahreszeit, ein reger Andrang herrscht. Unser nächstes Ziel sollte der Death Valley Nationalpark sein. Der kürzeste Weg dahin, führte uns über den Tioga – Pass. Dies war auf unserer Tour bisher die kritischste Wegführung. Dieser Pass wird in der Regel Ende Oktober nach den ersten Schneestürmen geschlossen. Mit großem Interesse haben wir stets die Wettervorhersage verfolgt und uns in der Rangerstation im Yosemite Village grünes Licht für die Überquerung eingeholt. Wir hatten zum Glück noch für zwei Tage gutes, sonniges Wetter und dann sollte der Schnee kommen.

Der Weg hinaus aus dem Yosemite Valley.

Der Weg hinaus aus dem Yosemite Valley.

Für die Überfahrt haben wir zwei Tage benötigt. Unser Nachtlager haben wir auf einem der schon geschlossenen Campgrounds in 2500 m Höhe aufgeschlagen. Schnee gab es in diesen Höhen aber dennoch für uns zu sehen.

Was ist bis hier passiert?
Dieses Bild ist am nächsten Morgen entstanden. Die Temperatur sank über Nacht auf – 6 °C, was uns den Start am nächsten Morgen nicht unbedingt leicht gemacht hat. Kaum waren wir jedoch wieder auf der Strasse und im Einzugsbereich der Sonne, konnten wir zusehen, wie das Thermometer in die Höhe schnellte und sich so bei angenehmen 13 °C einpendelte.

Auf der Strecke gab es keine Versorgungspunkte und somit haben wir uns am Wasser der zahlreichen Gletscherflüsse bedient.

Hier wird grad mit unserem Filter sauberes Wasser noch sauberer gemacht.

Hier wird grad mit unserem Filter sauberes Wasser noch sauberer gemacht.

Überglücklich waren wir, als wir folgendes Schild erblickten, welches den Wendepunkt unserer zweitägigen Auffahrt einläutete.

Keine Angst, dass sind Fuss und keine Meter.

Keine Angst, dass sind Fuss und keine Meter.

Der Weg führte uns an diesem Tag noch bis ein Stückchen hinter Lee Vining, welches auf dem Schild, wie sehr selten, mal mit einer Kilometerangabe verzeichnet war. Diese 22 Kilometer ging es nur Berg ab. Es ist schon immer wieder erstaunlich, wie schnell die Arbeit von manchen Tagen in einer halben Stunde vernichtet wird.

Im HIntergrund ist der Monolake, welcher als Trinkwasserreservoir für das 300 Meilen entfernte Los Angeles genutzt wird.

Im Hintergrund befindet sich der Monolake, welcher als Trinkwasserreservoir für das 300 Meilen entfernte Los Angeles genutzt wird.

Dieser Beitrag hätte auch den Titel “Fahrt der Gegensätze Teil 2″ tragen können. Zum einen hatten wir Temperaturen von -6 bis 27 °C und zum anderen waren wir auf Bergen bis knapp 3000 Metern und sind auf dieser Etappe bis auf unter Meeresniveau hinabgefahren. Dementsprechend hat sich auch die Pflanzenwelt von üppig grünen Wäldern bis hin zu verdürrten Busch- und Graslandschaften, die dann zum Schluss doch in Wüsten mündeten, gewandelt.

Die Landschaften wurden immer weiter und die Distanzen zwischen den Städten immer größer. Wir sind jetzt hier, wo jedes Dorf einen Flugplatz hat und die Post mit dem Flugzeug ausgetragen wird.

Dementsprechend müssen unsere Vorräte immer gut gefüllt sein und jeder Laden den wir aufspüren hatte das Gefühl überfallen zu werden.

Distanz: 450.68 km
Maximale Höhe: 3035 m
Gesamtanstieg: 5697 m
Download

Durch das Informieren bei den Einheimischen nach Einkaufsmöglichkeiten, Wegstrecken und Campingplätzen bekommt man immer wieder Geheimtipps mit auf den Weg. So haben wir auch eine heiße Quelle aufgesucht in der wir Energie für die nächsten Kilometer geschöpft haben.

Entspannen in einem Hot Spring.

Entspannen in einem Hot Spring.

Auf dieser Etappe hatten wir auch einen richtig ärgerlichen Plattentag. Auf der Strecke zwischen Bishop und Independence hatten wir auf einer der bisher besten Straßen vier Platten an einem Tag. Schuld daran hatten Dornenbuschrester, welche auf dem Seitenstreifen verstreut lagen. Solchen hartnäckigen Gegnern waren unsere “Pannensicheren – Reifen” nicht gewachsen. Es war nicht die Frage, ob die Dornen durchstachen, sondern es kam nur auf die Länge der Dornen an.

Death Valley – der heißeste Ort der Erde: Das werden wir mal sehen.

Den Death Valley National Park haben wir bei tiefstehender Abendsonne erreicht. Ab dem Eingangsschild folgte eine rauschende Abfahrt hinab in das Panamint Valley nach Panamint Springs.

Über unseren Sonntagsausflug im Tal des Todes folgt demnächst noch ein gesonderter Beitrag. Bis dahin: “Have Fun!”

Teilen über:
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
7 Comments
  1. Hallo Ihr Weltenbummler! Ihr kommt ja super rum. Und man sieht , dass Ihr großen Spaß habt! Auch Tante Hana staunt über Eure Unternehmenslust. viele liebe Grüße aus dem verregneten Gränze wünschen die 5 Zschornack´s

    • Hallo Zschornack’s, schön, dass euch die Seite erreicht hat und dass wir euch somit mit auf den Weg nehmen können. Grüße, die Weltenbummler

  2. Hallo Ihr Weltenbummler
    Wir lesen jede Woche mit Interesse Eure Berichte und wünschen Euch weiterhin gute Fahrt mit vielen schönen Erlebnissen. Die Fotos und Komentare sind sehr gut. Bis bald, Werner

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>